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José Luis Sampedro

Das etruskische Lächeln

Roman

Originaltitel: La Sonrisa etrusca
Originalverlag: Alfaguara
Aus dem Spanischen von Roberto de Hollanda

Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-45621-5
€ 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Goldmann

Erscheinungstermin: 1. April 2004
Dieser Titel ist lieferbar.

José Luis  Sampedro - Das etruskische Lächeln
 
 
 

Das etruskische Lächeln

"Menschlichkeit ohne jede Spur von Sentimentalität ist in jeder Phase dieses schönen Romans zu spüren."

Welt am Sonntag

 

Buchinhalt

Von einer ersten und einer letzen Liebe, sagt José Luis Sampedro, handle dieser Roman. Er erzählt vom alten Salvatore Roncone, einem Bauern aus dem kalabrischen Süden Italiens. Da sein Krebsleiden ihm nicht mehr viel Zeit lässt, macht der Haudegen, Widerstandskämpfer und Macho Salvatore sich widerwillig auf zu seinem Sohn in die Großstadt Mailand. Doch schon auf dem Weg dorthin, bei einem Zwischenstopp in Rom, widerfährt ihm etwas Seltsames: Während er in einem Museum auf seinen Sohn wartet, versinkt er in der Betrachtung der Tonfiguren eines etruskischen Ehepaares. Ein eigentümliches Lächeln spielt um die Lippen der Statuen, ein Lächeln, das Salvatore nicht mehr los lässt.

Neben der Auseinandersetzung mit seinem Sohn, zu dem er nie ein einfaches Verhältnis hatte, erwartet den alten Mann in Mailand aber auch eine völlig unvorhergesehene neue Erfahrung: die Liebe zu seinem Enkelsohn Bruno und seine Gefühle für die ebenfalls verwitwete Hortensia – überrascht und überwältigt lernt er am Ende seines Lebensweges neue und tiefgehende Seiten an sich und dem Leben kennen.

Sampedro erzählt auf einfühlsame und eindringliche Weise von einem Vater-Sohn-Konflikt, aber gleichzeitig auch vom Leben, von der Liebe und der Leidenschaft – und lässt den Leser nicht zuletzt an einem gelassenen, fast heiteren Umgang mit Krankheit und Sterben teilhaben. Gleichzeitig handelt das Buch aber auch vom Zusammenprall zweier Welten: dem industriellen Norden und dem traditionellen Süden Italiens, wie auch der elementaren Welt der lebenserfahrenen Bauern und der der modernen Großstadtbewohner.

Die Umkehr des alten Patriarchen Salvatore erschiene fast zu schön um wahr zu sein, bliebe der alte Mann nicht trotz seiner Wandlungen ein nüchterner – gelegentlich schlitzohriger – Realist, der gegen Honorar Universitätsprofessoren Lügengeschichten über sein Leben andreht oder aber auch der eigenen Zwiesprache mit seinem Körper mehr Vertrauen entgegenbringt als allen Ärzten.

Durch seine genaue Beobachtungsgabe, gepaart mit Warmherzigkeit, die sich in seiner gleichermaßen einfachen wie poetischen Sprache niederschlagen, gelingt es Sampedro Frieden und Versöhnung zu vermitteln, ohne je kitschig zu werden oder in Klischees zu verfallen.

 
 

Kurzvita

José Luis Sampedro wurde 1917 in Barcelona als Sohn eines kubanischen Vaters und einer algerischen Mutter geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Sampedro vor allem in Tanger/Marokko. Sein Studium der Politik und Wirtschaftswissenschaften führte ihn – unterbrochen vom Bürgerkrieg – schließlich nach Madrid. Dort war er an der Universität tätig sowie in Wirtschaft und Politik. Seit 1990 ist Sampedro Mitglied der Real Academia Española. Neben Romanen schreibt er auch Theaterstücke. Er gilt heute als einer der wichtigsten und erfolgreichsten spanischen Autoren der Gegenwart.

 
 
 
 
 

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