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Chusita Fashion Fever

Sex

Was du schon immer wissen wolltest

Originaltitel: Esto no es un libro de sexo
Originalverlag: RBA Libros
Aus dem Spanischen von Ilona Einwohlt

Deutsche Erstausgabe

Ab 14 Jahren
Paperback , Klappenbroschur, 160 Seiten, 17,0 x 22,5 cm
Mit zweifarbigen Illustrationen
ISBN: 978-3-570-16517-1
€ 15,00 [D] | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis
Verlag: cbj Jugendbücher

Erscheinungstermin: 29. Mai 2018
Dieser Titel ist lieferbar.

Chusita  Fashion Fever - Sex
 
 
 

Endlich ein vernünftiges Aufklärungsbuch - besser: ein Sex-Buch - für Jugendliche

Modernes Magazinlayout mit Comics und Neonorange als Sonderfarbe

»Der Ton, die Herangehensweise, alles stimmt: ohne Scham, direkt und sehr konkret beantwortet Chusita facettenreich viele Fragen – und das immer vorurteilsfrei.«

Deutschlandfunk Kultur

 

Buchinhalt

Was passiert beim ersten Mal? Wie bekommt man einen Orgasmus? Können Mädchen ejakulieren? Woher weiß ich, ob ich schwul bin? Was ist ein Cunnilingus? Und eine 69? Was, wenn das Kondom reißt? – Diese und viele andere Fragen beantwortet die spanische YouTuberin Chusita in ihrem Buch, das kein Blatt vor den Mund nimmt. In SEX. Was du schon immer wissen wolltest geht es vor allem darum, den eigenen Körper kennenzulernen und zu erfahren, was Lust macht. Mit Illustrationen im Comicstil vermittelt dieses Buch vorurteilsfrei und auf Augenhöhe, wie man Spaß an Sex haben kann.

Dr. Andreas Rose, Leiter der Ambulanz des Instituts für Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und Sexuologie in Nürnberg, schätzt bei diesem Thema die Seriosität des Buches als Medium gegenüber dem Internet. In Aufklärungsbüchern würden, im Gegensatz zur Pornografie, keine Fehlinformationen vermittelt. Das Buch überschreite dabei dennoch den Horizont der üblichen Aufklärungsbücher, meint der Sexuologe: „Die LeserInnen lernen etwas, was sie wahrscheinlich noch nicht wissen.“ Das sei wichtig. „Eine echt heiße Nummer“, ergänzt Chusitas Übersetzerin Ilona Einwohlt. Ihr persönlich gefalle, wie unprätentiös die Dinge beim Namen genannt würden und wie immer wieder die Eigenverantwortung in Hinblick auf sexuelle Handlungen und das damit verbundene Körpergefühl angesprochen würden. Ausführliche Interviews mit Rose und Einwohlt finden Sie hier gleich im Anschluss.



Fragen an Ilona Einwohlt, Übersetzerin und Autorin

Wie hebt sich das Buch von anderen ab?

Es ist jung und zeitgemäß, lässt kein Tabu aus und hat einen witzigen, aufklärerischen Ton, der einen sofort anmacht. Die vielen coolen Comis, Checklisten, Tipps und Hinweise tun ihr übriges. In Knallorange gedruckt, ist dieses Buch ein absoluter Hingucker. Eine echt heiße Nummer … Mir persönlich gefällt wie unprätentiös die Dinge beim Namen genannt werden und immer wieder die Eigenverantwortung in Hinblick auf sexuelle Handlungen und das damit verbundene Körpergefühl angesprochen werden.

Besonders wichtig finde ich auch, dass umfassend über sexuell übertragbare Krankheiten informiert wird, ein Thema, über das sonst nicht gerne gesprochen und das in anderen Aufklärungsbüchern vernachlässigt wird. Und es ist außerdem das erste Buch, das ich kenne, in dem so ausführlich über homosexuelle Beziehungen in jederlei Hinsicht gesprochen wird. Es ist auch eines der wenigen Bücher, in dem Gender nicht nur Theorie, sondern auch Praxis ist.

Braucht es Bücher über Sex für Jugendliche? Warum?

Klar! Weil sie überall mit dem Thema Sex und Sexualität konfrontiert sind, aber in Wahrheit ganz schön wenig wissen und sich in der Regel nicht trauen, mit Menschen zu sprechen, die sich auskennen. Youtube in Ehren, aber ein Buch bietet die Gelegenheit, sich in Ruhe und vor allem seriös zu informieren, selbst wenn es so locker geschrieben ist wie Sex. Vor allem braucht es aber Bücher wie dieses, die lustvoll mit dem Thema Sex und Körperlichkeit umgehen, damit neben allem Wissen endlich auch wieder Gefühl, Spaß und Leidenschaft in die Sache kommen. Denn darauf kommt es doch an!

Wie schätzen Sie die Lage bei den Jugendlichen in Zeiten von #metoo ein? Was müssen sich z.B. Mädchen heute gefallen lassen? Wie gehen die Jungs damit um?

Schwierige Frage! Mein Eindruck ist, dass die Jugendlichen das ziemlich entspannt sehen, die Mäd-chen selbstbewusst agieren und die Jungs dreimal nachdenken, bevor sie eine blöde Anmache starten. Gleichzeitig herrscht eine große Unsicherheit, weil so viel diskutiert und lamentiert wird. Aus meiner Sicht ist das gute alte „Bauchgefühl“ leider nicht mehr gefragt, dabei ist es gerade in Hinblick auf die Partnerwahl und für guten, lustvollen Sex so wichtig. Was mag ich, fühlt sich gut an, was finde ich nicht schön …

In Sex geht es immer um Respekt vor dem Partner! Und darum, zunächst sich und seine eigenen persönlichen wie sexuellen Bedürfnisse zu kennen, um sie dann auch in einer Beziehung ausleben zu können, jeder in seinem Tempo, jeder auf seine Weise. Vereinfacht gesagt ist die Antwort auf#metoo: Wenn Mädchen wissen, was ihnen gut tut und was nicht, müssen sie sich von Jungs nicht alles gefallen lassen. Umgekehrt natürlich auch nicht.

Welche sprachlichen Herausforderungen haben sich bei der Übersetzung gezeigt?

Anpassen mussten wir einige Vokabeln in Hinblick auf Geschlechtsteile – die Assoziation Hoden mit Oliven kennen wir hierzulande ebensowenig wie Vulva mit Muschel … ganz ehrlich war ich auch zunächst von der klaren Ansprache überrascht, Chusita nennt die Dinge immer beim Namen: Masturbation, Eindringen, Orgasmus. In anderen Aufklärungsbüchern wird dann doch mal drumrumgeredet, aber ihr gelingt die Mischung zwischen lockerem Ton und sachlichen Begriffen sehr gut, das zeichnet dieses Buch aus, weil man sich dann nämlich auf das Wesentliche konzentrieren kann: die sexuelle Lust.

Gab es Unterschiede zwischen den Ländern und Kulturen? Mussten Sie inhaltlich verändern? Warum?

In Spanien ist ein sehr katholisch geprägtes Land und es gab in den 70er Jahren keine sexuelle Revolution wie bei uns, dieser Hintergrund hat sich in verschiedenen Ausdrücken und Haltungen manchmal ein bisschen eingeschlichen und in Hinblick auf den deutschen Kulturraum habe ich da behutsam eingegriffen.

Ilona Einwohlt hat in Frankfurt und Granada Hispanistik, Germanistik und Kinder- und Jugendlitera-tur studiert und beschäftigt sich intensiv mit Mädchenliteratur. Seit vielen Jahren schreibt sie selbst Kinder- und Jugendbücher, unter anderem Ratgeber zum Thema Aufklärung und Selbstbewusstsein.



Fragen an Dr. Andreas Rose, Leiter der Ambulanz des Instituts für Verhaltenstherapie, Ver-haltensmedizin und Sexuologie in Nürnberg (www.ivs-nuernberg.de)

Braucht es Bücher über Sex für Jugendliche? Und warum?

Was man sicher sagen kann: Es ist ganz wichtig, dass es Aufklärungsbücher gibt, weil dort im Gegensatz zur Pornografie keine Fehlinformationen vermittelt werden. Pornografie ist eine der Hauptinformationsquellen von Jugendlichen, dient aber nicht der Information, sondern der Luststeigerung des Betrachters. Abgebildet wird Fantasie, nicht Realität, es werden falsche Bilder gefestigt. Das ist indirekte Aufklärungsarbeit, wie man sie sich nicht wünscht.

Das Buch hätte sogar noch ein bisschen besser auf Pornografie eingehen und sie erklären können, denn sie begegnet den Jugendlichen im Alltag ständig. In den Sozialen Medien zum Beispiel müssen Jugendliche beim Weiterleiten von Fotos sogar selbst aufpassen, keine Straftat zu begehen. Aufklärungsbücher sollten bei diesem Thema noch stärker sensibilisieren.

Wie und wo informieren sich Jugendliche über Sex?

Der Schulunterricht spielt noch eine gewisse Rolle. Jugendliche informieren sich aber auch stark über das Internet und hier in der Regel über pornografische Inhalte. Außerdem informieren sich Jugendli-che auch über Ältere, die oft auf eine provokante Art über Sexualität sprechen. Hier werden zum Beispiel über Soziale Medien Daten, wie Nacktfotos oder selbst gedrehte Videos, verschickt – wie eine Mutprobe –, mit denen man vorsichtiger umgehen sollte.

Wie beeinflusst das Internet den Umgang mit dem Thema bei Jugendlichen und welche Vorteile könnte ein Buch bieten?

Durch das Internet und die Medien ist auch die Bekanntheit von ausgefallenen Varianten von Sexualität größer geworden. Manche Jugendlichen meinen, Sexualität müsste so funktionieren wie in Pornos. Das führt zu Frustrationen, weil Pornografie wie schon gesagt keine real gelebte Sexualität darstellt. Schwierig ist aber vor allem, dass Jugendliche durch die Darstellung von Sexualität in den Medien oft ein negatives Körperbild entwickeln. Das beeinflusst ihre Sexualität insofern, als sie sich nicht trauen, eine partnerschaftliche Sexualität zu entwickeln, wenn sie sich minderwertig, „nicht normal“ fühlen. Ein gutes Aufklärungsbuch macht keine Angst vor der eigenen Sexualität, sondern ermutigt dazu. Nur eine partnerschaftliche Sexualität ist für beide Seiten erfüllend. Ein Buch, das wie dieses unterschiedliche sexuelle Orientierungen behandelt, kann zudem eher eine Hilfe sein, herauszufinden, was man selbst fühlt.

Was finden Sie als Sexualtherapeut gut an diesem Sex-Buch?

Was ich an dem Buch gut finde, ist das Aufräumen mit Mythen und Lügenmärchen. Ein solcher Umgang mit dem Thema bringt Entlastung, Erkenntnis und bietet Lösungen, anstatt zu problematisieren. Solche Inhalte findet man im Internet zwar sicher auch irgendwo, aber wo? Sobald man im Internet nach Begriffen zu sexuellen Praktiken sucht, tauchen immer pornografische Inhalte mit auf. Sie sind viel leichter zu finden als seriöse Information. Dagegen tut sich das Buch positiv hervor, es macht deutlich, wie real gelebte Sexualität funktioniert, und liefert Aufklärung im guten Sinne. Gefehlt hat mir das Thema „Sex und Drogen“. Wenn man an Techno-Partys denkt, an Ecstasy, Amphetamine und Crystal, dann ist auch hier Aufklärungsarbeit zu leisten. Denn bei dem Konsum von Drogen geht es nicht nur um das längere Tanzen, auch die Kontaktfähigkeit wird beeinflusst. Wer Drogen konsumiert, ist auch sexuell lockerer drauf. Positiv überrascht war ich dagegen über die umfassende Aufklärung zum Thema Orgasmus. Dass beispielsweise auch der Prostata-Orgasmus erklärt wird, überschreitet den Horizont der üblichen Aufklärungsbücher. Die LeserInnen lernen etwas, was sie wahrscheinlich noch nicht wissen. Das ist wichtig, denn die Paradoxie beim Aufklärungsbuch ist ja, dass man mit dem Thema bei Jugendlichen auf die – durchaus arrogante – Einstellung trifft, sie wüssten bereits alles. Diesem „Weiß ich doch eh!“ muss man etwas entgegensetzen.

Dr. Andreas Rose ist Diplom-Psychologe sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut. Er leitet die Ambulanz des Instituts für Verhaltenstherapie, Verhaltensmedizin und Sexuologie (IVS) in Nürnberg. Das IVS ist ein staatlich anerkanntes Ausbildungsinstitut.

 
 

Kurzvita

Über Chusita Fashion Fever (Autor)

Die spanische YouTuberin Chusita Fashion Fever war auf eine Klosterschule, und es wäre ihr als Teenager nicht eingefallen, mit Lehrern oder Eltern über Sex zu sprechen. Heute wäre sie froh, wenn jemand mit ihr Klartext geredet hätte. Aber auch für Leute, die nicht auf einer Klosterschule waren, steckt in diesem Buch eine ganze Menge Information. Es war auf Anhieb ein großer Erfolg und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.

www.youtube.com/user/Chusitafashionfever

 

Über Ilona Einwohlt (Übersetzerin)

Ilona Einwohlt hat in Frankfurt und Granada Hispanistik, Germanistik und Kinder- und Jugendliteratur studiert und beschäftigt sich intensiv mit Mädchenliteratur. Seit vielen Jahren schreibt sie selbst Kinder- und Jugendbücher, unter anderem Ratgeber zum Thema Aufklärung und Selbstbewusstsein. Zu ihren größten Erfolgen zählt die „Sina“-Reihe, die tagebuchartig aus dem Alltag eines Teenagers in der Pubertät erzählt.

www.ilonaeinwohlt.de/

 
 
 
 
 

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