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PRESSE PRESSEMITTEILUNG - 29.06.2018

 

Luchterhand im Dritten Reich

Im August 2012 erregte in der Presse die Behauptung Aufmerksamkeit, der damalige Hermann Luchterhand Verlag habe von der antisemitischen Politik des Dritten Reiches profitiert und sich mit zweifelhaften Methoden eine Berliner Druckerei angeeignet. Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (Buchwissenschaft) der Universität Leipzig unter der Leitung von Prof. Dr. Siegfried Lokatis erforschte daraufhin die Geschichte des Verlages in der NS-Zeit. Die Arbeit ist nun abgeschlossen: Im Hauswedell Verlag erscheint als Band 1 der Reihe »Leipziger Arbeiten zur Verlagsgeschichte« das Resultat der wissenschaftlichen Untersuchung unter dem Titel »Luchterhand im Dritten Reich. Verlagsgeschichte im Prozess«.

Am Mittwoch wurden in der Leipziger Universitätsbibliothek die Forschungsergebnisse und das Buch von den Autorinnen Sophie Kräußlich und Freya Leinemann sowie Prof. Dr. Siegfried Lokatis (Universität Leipzig), Florian Hiersemann (Hauswedell Verlag) und Georg Reuchlein (Luchterhand Literaturverlag) vorgestellt.

Die Rolle des Luchterhand Verlags während des Nationalsozialismus bleibt trotz der jahrelangen intensiven Recherchen jedoch weiterhin in vielen Punkten offen. Zu gegensätzlich sind nach Auswertung der umfangreichen Prozessakten die Positionen der Parteien in den sich Jahre hinziehenden Wiedergutmachungsprozessen nach dem Krieg. Und viele Behauptungen sind nach Kriegsverlusten oder gar mutwilliger Vernichtung von Unterlagen nicht mehr nachprüfbar.

Luchterhand-Verleger Georg Reuchlein sagte dennoch, er sei froh, dass die Geschichte zumindest teilweise erhellt worden sei. Allerdings müsse man sich damit abfinden, dass man die ganze Wahrheit nicht mehr herausfinden wird.

 
 

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