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Angie Thomas

The Hate U Give

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018

Originaltitel: The Hate U Give
Originalverlag: Harper Collins, US
Aus dem Amerikanischen von Henriette Zeltner

Deutsche Erstausgabe

Ab 14 Jahren
Hardcover mit Schutzumschlag, 512 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-16482-2
€ 18,00 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,90* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis
Verlag: cbj Jugendbücher

Erscheinungstermin: 24. Juli 2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Angie  Thomas - The Hate U Give
 
 
 

Starkes Debüt gegen Rassismus: The Hate U Give von Angie Thomas

Thematisiert die Morde an schwarzen Jugendlichen durch weiße Polizisten in den USA

Ausgezeichnet von der Jugendjury mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 | New York Times-Bestseller | SPIEGEL-Bestseller | Carnegie Medal 2018, British Book Award, C. Morris Award, Coretta Scott King Award, Shortlist-Gewinner Printz Honor Award, New York Times Editor's Choice und Goodreads Choice Award | Empfehlungsliste des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises, Moerser Jugendbuchjury (Platz 2) und Beste 7 (Januar 2018) | US-Filmstart: 19. Oktober 2018 | Filmstart in Deutschland am 24. Januar 2019

»Ein Kompaktkurs der rassistischen Strukturen des Lebens im Amerika unserer Zeit.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Buchinhalt

„THUG LIFE“ – das sind die Buchstaben des berühmten Tattoos, das Aktivist und Rapper Tupac Shakur auf seinem Bauch trug. Die passende Liedzeile zum Anagramm lautet: „The Hate U Give Little Infants Fuck Everybody“. Angie Thomas haben Tupacs Lyrics und Stichworte wie „Diversity“ und „Black Lives Matter“ zu einem Roman inspiriert, in der die junge Schwarze Starr für Gerechtigkeit kämpft. The Hate U Give thematisiert den Umgang mit Vorurteilen, soziale Gerechtigkeit, Polizeigewalt, Jugendkriminalität und was es bedeutet eine Haltung zu haben und für diese einzustehen. „Ich möchte Hoffnung geben“, sagt die Autorin. Die Bedeutung der Nachbarschaft, in der man aufwächst, der Halt, den ein Elternhaus geben kann, der Einfluss von Schule, dem ersten Freund und dem Freundeskreis in einem jungen Leben – die Autorin öffnet für ihre Leser ein Fenster in die Welt von jungen Menschen wie Starr und liefert ein Plädoyer für Empathie und für‘s Zuhören.

Starr lebt in zwei Welten: im verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Landesweit wird über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Drogendealer ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck.

Angie Thomas hat der Mord an Oscar Grant zum Nachdenken gebracht. Über die Inspiration zu ihrem Buch spricht sie in diesem Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=H6ufAb82GJ0. Thomas hat nie einen Freund in den Händen eines Polizisten sterben sehen, aber ihr Leben ist durch Waffengewalt beeinflusst worden. Mehr über das Leben von Angie Thomas hören Sie in diesem Kurz-Interview: https://www.youtube.com/watch?v=YiI3jtebWu0.



Im Gespräch mit Autorin Angie Thomas

1. Was lieben Sie an Starr, dem Hauptcharakter des Buches?

Ich liebe, dass Starr nicht immer stark ist. Oft werden schwarze Frauen stereotypisch als taff und stark dargestellt und ja, wir können es sein – wir können aber auch verletzlich, auch zerbrechlich sein. Ich wollte an Starr zeigen, dass es mehr Seiten an einem schwarzen Mädchen gibt als nur die eine.

2. Was macht Chris, Starrs weißen Boyfriend, so wichtig für die Geschichte?

Wenn es um soziale Gerechtigkeit geht, fällt häufig das Wort „Verbündeter“. Ich wollte, dass Chris einen echten Verbündeten repräsentiert. Er hört zu, er handelt und er versucht nicht, sich selbst in den Mittelpunkt einer Konversation zu stellen. Aber ich sage nicht, dass er ein perfekter Verbündeter oder dass er insgesamt perfekt ist, aber er entwickelt sich mit der Zeit. Seine Stärke ist, dass er zuhört. Seine Schwäche ist, dass er manchmal voreilig Schlüsse zieht.

3. Inwiefern haben Ihre eigenen Erfahrungen das Schreiben beeinflusst?

Ich bin in einer ähnlichen Nachbarschaft aufgewachsen wie Starr und ich bin ebenfalls auf eine Schule gegangen, die überwiegend von Weißen der Oberklasse besucht wurde. Ich habe nie einen Freund in den Händen eines Polizisten sterben sehen, aber mein Leben ist durch die Waffengewalt beeinflusst worden. Und Starr und ich teilen die gleiche Leidenschaft für Basketball und Sneakers.

4. Warum denken Sie ist die Geschichte auch außerhalb der USA wichtig?

Rassismus, Vorurteile, Diskriminierung und Polizeigewalt sind Probleme, die über die USA hin-ausreichen. Ich hoffe, dass mein Buch dabei hilft, Empathie zu erzeugen, wenn es zu diesen Problemen kommt. Indem man Menschen wie durch ein Fenster in das Leben anderer blicken lässt, verstehen sie hoffentlich ihre eigene Gesellschaft besser.

5. Wie haben die Leute nach der Veröffentlichung auf Ihr Buch reagiert?

Ich habe unglaubliche Rückmeldungen zu „The Hate U Give“ erhalten. So viele Leser haben gesagt, dass es ihnen die Augen und Herzen geöffnet hat und darauf bin ich stolz. Die besten Reaktionen sind die von schwarzen Mädchen, die sich mit Starr identifizieren. Viele von ihnen haben mir geschrieben und sich bei mir dafür bedankt, wie ich Starr als Protagonistin beschrieben habe. Sie sagen, es sei das erste Mal, dass sie sich selbst in einem Buch wiedergefunden haben.

6. Was können insbesondere junge Leute in der Gesellschaft tun, um Rassismus zu reduzieren?

Zuhören, wenn Menschen mit anderer Hautfarbe sich zu Rassismus äußern und nicht versuchen, Dinge schön zu reden. Sie sollten sich daran erinnern, dass sie eine Stimme haben und dass diese zählt. Wenn du Rassismus siehst, sprich es aus. Verhindere es. Es braucht uns alle, es auszuspre-chen und dafür zu stehen, damit Rassismus wirklich endet.



Im Gespräch mit Übersetzerin Henriette Zeltner

1. Warum wollten Sie The Hate U Give von Angie Thomas gern übersetzen? Wie sind Sie auf den Roman aufmerksam geworden?

Aufmerksam geworden bin ich auf The Hate U Give (THUG) durch einen Artikel in der Publishers Weekly. Er handelte von der Auktion von 13 Verlagen in den USA und natürlich vom brisanten Inhalt des damals noch nicht fertigen Romans. Ich fand es spannend, eine Geschichte mit aktuellem politischen Hintergrund und gesellschaftlicher Relevanz zu übersetzen. Oder kurz gesagt: Ein Buch, von dem ich mir wünschen würde, dass meine Teenager-Töchter es gern und mit Gewinn lesen.

2. Welche Herausforderungen gab es beim Text, wie haben Sie die Probleme gelöst?

Die Heldin und Erzählerin Starr findet selbst, dass sie eigentlich zweimal existiert. Einmal in der im wahrsten Sinne des Wortes lebensgefährlichen Neighborhood und einmal an der Privatschule und mit ihren hauptsächlich weißen Freunden von dort. Ihre Zerrissenheit und das Lebensgefühl in der einen wie in der anderen Welt in direkter Rede wie auch in atmosphärischen Schilderungen wiederzugeben, war mir am wichtigsten. Der Autorin ist das großartig gelungen. Für die deutsche Fassung war dafür ein Spagat nötig. Zwischen amerikanischem und deutschem Slang, Authentizität und Verständlichkeit. Dankbar war ich meinen Töchtern und ihrem Freundeskreis sowie meiner amerikanischen Verwandtschaft für die geduldigen Antworten auf „Würdet ihr das so sagen?“ und „What does that mean?“.

3. Was wünschen Sie dem Buch, jetzt wo Sie Ihre Arbeit getan haben?

Natürlich Erfolg, aber vor allem Gehör. Für die Autorin und ihr Anliegen. Als Schullektüre für Deutsch oder Englisch wäre Angie Thomas ideal geeignet – auch wenn sie bei ihrem Angebot, persönlich in Schulen zu kommen, vermutlich (noch) nicht an den deutschen Sprachraum gedacht hat. Wegen seines Realismus‘ und der traurigen Aktualität wünsche ich THUG aber auch viele erwachsene Leser, die der Roman in den USA ja offensichtlich bereits gefunden hat.

Henriette Zeltner absolvierte nach ihrem Studium der Geschichte und Publizistik in Wien und Mün-chen ein Volontariat bei dtv und arbeitete danach dort im Lektorat. Dann machte sie sich selbständig und arbeitet bereits seit vielen Jahren als freie Lektorin und Übersetzerin von Non-Fiction und Fiction. Sie lebt mit ihrem Mann, Kindern und Hund am Stadtrand von München und ist gerne und viel in New York.

 
 

Kurzvita

Über Angie Thomas (Autorin)

Angie Thomas ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen und lebt auch heute noch dort. Als Teenager tat sie sich als Rapperin hervor; ihr ganzer Stolz war ein Artikel im Right-On! Magazine. Thomas hat einen Bachelor-Abschluss im Fach Kreatives Schreiben an der Belhaven Universität. Ihr Debüt The Hate U Give erntete ein überschwängliches Presse- und Leserecho und schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste.

 

Über Henriette Zeltner (Übersetzerin)

Henriette Zeltner, geboren 1968, lebt und arbeitet in München, Tirol und New York. Sie übersetzt Sachbücher sowie Romane für Erwachsene und Jugendliche aus dem Englischen, zuletzt Angie Thomas' Romandebüt »The Hate U Give«, für das sie mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet wurde.

 
 

Titelübersicht

» On The Come Up
» The Hate U Give

 
 
 
 

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