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William Butler Yeats, Norbert Hummelt (Hrsg.)

Die Gedichte

Neu übersetzt von Marcel Beyer, Mirko Bonné, Gerhard Falkner, Norbert Hummelt, Christa Schuenke

Originaltitel: The Collected Poems of W. B.Yeats

Hardcover mit Schutzumschlag, 464 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 1 s/w Abbildung
Buchbinde
ISBN: 978-3-630-87214-8
€ 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erscheinungstermin: 22. September 2005
Dieser Titel ist lieferbar.

William Butler  Yeats, Norbert  Hummelt  (Hrsg.) - Die Gedichte
 
 
 

Die Gedichte

 

Buchinhalt

William Butler Yeats gehört zu den großen Autoren der europäischen Literatur. Er ist ein poetisches Urgestein. In über fünfzig Jahren seines Schaffens hat er vom Ende des 19. Jahrhunderts bis weit in die dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts ein gewaltiges und vielgestaltiges Werk geschrieben. Er hat Theaterstücke verfaßt, er gründete das irische Nationaltheater und war über viele Jahre dessen Leiter gewesen. Er hatte, was er einem amerikanischen Dichterkollegen dringend abgeriet, ein politisches Amt übernommen, war viele Jahre als Senator tätig. Und dennoch schrieb er ohne Unterlaß – und selbst als Liebender hat er es zu dauerhaften Ruhm gebracht. Seine leidenschaftliche, aber unerfüllt gebliebene Liebe zu Maud Gonne ist in die Literaturgeschichte und in die politische Geschichte Irlands eingegangen. An Entschlußkraft konnte er es mit dieser Frau, einer beherzten Freiheitskämpferin, nicht aufnehmen; aber auch er leistete seinen Beitrag dafür, daß es seinem Heimatland besserging: In Essays, Artikeln und Aufrufen machte er sich für ein freies Irland stark. Am wichtigsten aber war ihm die Arbeit an Gedichten. Sie machen den bedeutendsten Teil seines gesamten Werkes aus – und für diese Gedichte wird Yeats zu Recht bis heute geehrt und weltweit gelesen.



Seine Gedichte verdankt Yeats nicht nur der Arbeit der zurückgezogenen Arbeit am Schreibtisch. Er wollte nicht den künstlichen, viktorianischen Ton fortsetzen, sondern suchte nach einer neuen Einfachheit und Unverstelltheit im lyrischen Sprechen. Als junger Dichter zog William Butler Yeats von Bauernhof zu Bauernhof, notierte die Lieder und Verse, die dort gesungen und gesprochen wurden. Dieser Volksliedton beeinflußte ihn sehr.



Zugleich war Yeats ein höchst formbewußter Lyriker, dessen Gedichte beispielsweise nicht ohne Grund einen Autor wie James Joyce so beeindruckten, daß er sich einzelne Verse notierte und seiner Freundin zuschickte. Mit mathematischem Kalkül baut Yeats seine Verse; Rhythmus und Reim unterliegen ausgeklügelt ersonnen Schemata. Dabei klingen seine Gedichte, als plaudere jemand mit einem Freund. Das macht die Lektüre leicht und außerordentlich anregend; aber was wie mit leichter Hand ausgebreitet zu sein scheint, besonders seine vielen hinreißend-verzweifelten Liebesgedichte, sind in Wahrheit doch bis in das letzte Detail absichtsvoll gebaute Sprachgebilde. Im gesprochen Ton vermochte er den strengen Bau seiner Gedichte geschickt zu überspielen.



Vier Lyriker (Marcel Beyer, Mirko Bonné, Gerhard Falkner und Norbert Hummelt), sie gehören zu den besten und namhaftesten in der gegenwärtigen deutschsprachigen Literatur, und eine Übersetzerin, Christa Schuenke, die für die Übertragung der Shakespeare-Sonette gefeiert wurde, haben sich der Herausforderung gestellt und dieses schwierig-schöne und ausgefallen-packende Werk (mit seinen Anklängen an die Spätromantik, an die keltische Mystik, an europäisches Gedankengut, das aus der griechischen Antike stammt, aus den Freiheitskämpfen der Zeit, mit seinem esoterischen Wissen um den Lauf der Welt und seinen Hymnen an die großen, vergeblichen Lieben) neu übersetzt. Dabei haben sie sich ganz in den Dienst von Yeats’ Gedichten gestellt: Sie haben alle Gedichte Yeats’ ins Deutsche übertragen, – und das in Übersetzungen (Reim und Rhythmus wurden jeweils nachgebildet), die an sprachlichem Feingefühl und einem wachen Empfinden für die formalen Besonderheiten jedes Gedicht nicht zu übertreffen sind. Gleichzeitig haben sie (so weit das ging) ihren eigenen Ton bewahrt. Dies ist den Eigenheiten und unterschiedlichen stilistischen Lagen der Gedichte - sie wechseln bei Yeats von Lyrikzyklus zu Lyrikzyklus - in ihrer Übertragung ins Deutsche zugute gekommen.



Gut siebzig Jahre, nachdem William Butler Yeats 1923 der Nobelpreis verliehen wurde, liegt damit zum ersten Mal überhaupt der Lyriker Yeats vollständig übertragen vor.

 
 

Kurzvita

William Butler Yeats, 1865–1939, hat Theaterstücke, Erzählungen und Essays geschrieben, mit denen er sich in die politische Geschichte seines Landes einmischte. Er war Theaterdirektor und Senator; berühmt und bis heute verehrt wird er aber für seine Gedichte. 1923 erhielt er für sein lyrisches Werk den Nobelpreis.

 
 

Titelübersicht

» Die Gedichte
» Gedichte/Poems
» Liebesgedichte
» Die Gedichte
» Fegefeuer
» Gedichte/Poems
» Pans Stunde
» Poems
» Stille Quellen
» Totentanz
» Wie Gedichte entstehen
» Zeichen im Schnee

 
 
 
 

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