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PRESSE Buchinfo

 

Franz Hohler

Das Ende eines ganz normalen Tages

Originalausgabe

Hardcover mit Schutzumschlag, 112 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-630-87283-4
€ 17,95 [D] | € 18,50 [A] | CHF 25,50* (* empf. VK-Preis) empfohlener Verkaufspreis
Verlag: Luchterhand Literaturverlag

Erscheinungstermin: 27. August 2008
Dieser Titel ist lieferbar.

Franz  Hohler - Das Ende eines ganz normalen Tages
 
 
 

Das Ende eines ganz normalen Tages

 

Buchinhalt

In Franz Hohlers neuen Erzählungen werden wir zu Zeugen von alltäglichen Ereignissen: schrecklichen, schönen, berührenden, aberwitzigen. Da ist zum Beispiel die Geschichte des Mannes, der auf dem Weg in ein Restaurant, wo er freudig erwartet wird, eine bemerkenswert attraktive junge Frau überholen will und bei der zufälligen Begegnung mit der begehrenswerten Frau derart unglücklich stürzt, dass nicht nur in der näheren Gegenwart, sondern auch in der ferneren Zukunft an den Besuch eines Lokals nicht mehr zu denken ist. Oder die Geschichte des Jungen, der mit seinem Bruder zusammen versucht, den Weiher hinter dem Haus mit einer Ovomaltinebüchse leer zu schaufeln, ohne dass sich der Wasserpegel auch nur merkbar senkte. Die Gesetze der Psyche und der Physik kümmern sich offenbar um das Glück des Menschen nicht.

Im Grunde schreibt Hohler hauptsächlich über sich und die Abenteuer, die er in seinem Alltag erlebt. Und der Alltag ist voller Überraschungen! Er muss nur in der Schalterhalle des Bahnhofs stehen und schon verkomplizieren sich beim Kauf einer Fahrkarte die Ereignisse auf eine unentwirrbare Weise. Oder er braucht am Morgen im Hotelzimmer bloß einen Föhn in die Hand zu nehmen und die Steckdose zu suchen, mit der er den Föhn in Betrieb setzen könnte, schon wird die Situation kompliziert.

Und Hohler wird sehr persönlich in seinen Geschichten. Er erzählt von der „jungen Großmutter“, von der in seiner Wohnung ein Bild als junge Frau hängt. Mit einigem Schauern geht ihm durch den Kopf, was eigentlich geschehen wäre, wenn diese Frau den Mann geheiratet hätte, den sie heiraten wollte und nicht den Bankangestellten, den sie musste, der dann der Vater von Hohlers Frau wurde: Hätte es am Ende dann seine Familie gar nicht gegeben? Und was wäre eigentlich geschehen, wenn der Vater seines Vaters eines Mittags sich auf sein Fahrrad gesetzt hätte und nicht zurück in die Fabrik gefahren, sondern in die weite Welt aufgebrochen wäre? Wäre dann aus ihm der Franz Hohler geworden, der schreiben und Cello spielen gelernt hat?

Diese neuen Geschichten belegen, weshalb Franz Hohler als „der Meister der kleinen Form“ bezeichnet wird. Große Geschichten spielen sich auf knappstem Raum ab. Mit wenigen Sätzen kann Hohler einem Leben Glanz verleihen und nur ein paar Sätze mehr werden gebraucht, um über diesem Leben einen Schatten sich ausbreiten zu lassen. Seine Erzählungen zeigen: Oft genügen ganz kleine Ereignisse, um unser Leben gründlich aus der Bahn zu werfen und uns manchmal mit überraschenden Wahrheiten über uns selbst zu konfrontieren.

 
 

Kurzvita

Franz Hohler, geboren 1943 in Biel, Schweiz, wuchs auf in Olten, machte 1963 in Aarau das Abitur und begann in Zürich Germanistik und Romanistik zu studieren. Der Erfolg seines ersten Soloprogramms "pizzicato" veranlasste ihn, sein Studium nach fünf Semestern abzubrechen. Mit verschiedenen Ein-Mann-Programmen gastierte er in vielen Ländern West- und Osteuropas, in Kanada, Marokko, Tunesien u.a. Franz Hohler lebt als Kabarettist und Schriftsteller in Zürich. Seine Gedichte, Theaterstücke und Erzählungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der "Solothurner Kunstpreis" sowie der "Premio mundial José Martí" der Stiftung Fundamartí, Costa Rica. Zuletzt erhielt er den "Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor", den "Kunstpreis der Stadt Zürich" und den Radio-Kabarettpreis „Salzburger Stier“. Sein Werk erscheint bei Luchterhand.

 
 

Titelübersicht

» 112 einseitige Geschichten
» 113 einseitige Geschichten
» 52 Wanderungen
» Alt?
» Das Ende eines ganz normalen Tages
» Das Kurze. Das Einfache. Das Kindliche.
» Das Päckchen
» Das verspeiste Buch
» Der Autostopper
» Der Geisterfahrer
» Der neue Berg
» Der Stein
» Die blaue Amsel
» Die Karawane am Boden des Milchkrugs
» Die Rückeroberung
» Die Steinflut
» Die Torte und andere Erzählungen
» Drachenjagen
» Ein Feuer im Garten
» Es klopft
» Gleis 4
» Schon wieder!? Weihnachten bei Familie Thalbach
» Sommergelächter
» Spaziergänge
» Vom richtigen Gebrauch der Zeit
» Zur Mündung

 
 
 
 

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